August 20

Wie gesund ist die vegane Ernährung bzw. Lebensweise

Nach Christophs Meinung werden die Vegetarier und Veganer zu Unrecht kritisiert „Du musst doch Fleisch- und Milchprodukte essen, um Eiweiß zu bekommen…“

Betrachtet man nur den Aspekt Wärmebehandlung der Lebensmittel, weiß man ja, dass man Fleisch- und Milchprodukte fast ausschließlich hitzebehandelt verzehrt. Durch Hitzebehandlung werden aber die Aminosäurestrukturen molekular verändert.

Beim menschlichen Organismus gehen wir sogar davon aus, dass wir noch nicht einmal wie beim Fieber über 42 °C ohne Schädigung, z.B. Angst vor Eiweißgerinnung, überleben.

Wann warst Du zum letzten Mal als Jäger unterwegs und hast direkt nach dem Erlegen rohes Fleisch verzehrt? Oder wann warst Du zum letzten Mal beim Metzger und hast Dir z.B. ein Mettbrötchen geholt, oder Rohmilchkäse oder rohen Fisch z.B. Sushi gegessen?

Also wieder ein Argument, sich rohköstlich mit artgerechter Nahrung mit Grünzeug und Wildkräutern zu ernähren. Denn diese haben auch die wertvollen Aminosäuren. Nicht wärmebehandelt, müsste der Körper noch mehr damit in der Verstoffwechslung anfangen können, als mit dem gebratenen Fisch, gekochten Eiern oder gegrilltem Steak und der pasteurisierten, homogenisierten Milch, Joghurt, Quark & Käse. Es ist auch zu vermuten, dass uns die Industrie einhämmert, wir bräuchten viel tierisches Protein.

Die Empfehlung der Höhe ist sehr unterschiedlich. Die Rohköstler sagen ca. 0,5g pro Kg Körpergewicht, die Vertreter der gut bürgerlichen gekochten Kost, 1 g.

Sportlern empfiehlt man sogar mit Milch-Eiweißpampen-Shakes 1,5 bis 4 g Eiweiß pro kg Körpergewicht zuzuführen.

Man könnte diesen Denkprozess auch umkehren und sagen, ist ja klar, dass die Rohköstler mit 0,5 g pro Kg Körpergewicht auskommen, denn das pflanzliche Protein ist ja auch wesentlich ursprünglicher und nicht denaturiert durch Wärmebehandlung und dadurch vom Körper besser verwertbar.

Und die Sportler mit ihren künstlichen Eiweiß-Shakes futtern sich regelrecht Sülze statt Muskelfilets an.

Die Dt. Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die WHO empfehlen 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht, das wären bei einer 70 kg schweren Person mindestens 56 g Eiweiß pro Tag. Sie warnen sogar bei einer täglichen Eiweißzufuhr von unter 30 g vor Mangelerscheinungen.

Bodybuilder hingegen nehmen in ihrem Wahn, ideale Muskeln aufzubauen laut diesem Beispiel dann von 105 bis 280 g pro Tag zu sich. Oft werden 3 bis 5 Eiweißshakes à 30 g zu der zusätzlichen Nahrung als Ergänzung empfohlen.

Seltsam, dass die Bodybuilder solche Unmengen an Eiweiß brauchen um durchschnittlich gerade mal 6 kg Muskelmasse pro Jahr aufzubauen.

Ein Säugling hingegen verdreifacht sein Gewicht in einem Jahr und das, obwohl die Muttermilch nur einen Gehalt von 1,5% Eiweiß, 4% Fett, 7% Kohlenhydrate aufweist und zu 87,2% aus Wasser besteht.

Über diese allgemeingültigen Empfehlungen der Eiweißzufuhr, würde sich vermutlich die Forschergruppe Prof. Oomen (Holland) / Dr. Hipsley (Australien) ins Fäustchen lachen. 

Diese entdeckten nämlich bereits 1969 nach über 20- jähriger Forschung, dass Naturvölker aus Neuguinea in der Lage sind, aus eiweißarmer Pflanzenkost (mit nur 9 bis 24 g minderwertigem Eiweiß täglich) mehr Eiweiß zu produzieren, als sie aufgenommen haben. 

Sie ernährten sich fast ausschließlich von pflanzlicher Kost. Und das noch in einer minderwertigen biologischen Wertigkeit. Interessanterweise fand man im Stuhlgang ein Vielfaches der aufgenommenen Eiweißmenge. 

Man schlussfolgerte logischerweise, dass der Körper wohl schon in einem katabolen Zustand sein, von seinen Reserven lebt und wohl wertvolle Muskelmasse abbaut.

Dies stand aber im Widerspruch zu dem muskulösen und gesunden Erscheinungsbild. Dies veranlasste die Forscher das Naturvolk genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie stellten fest, dass durch die naturnahe Lebensweise die Darmflora solch einen guten Zustand hatte, dass sie über ein Bakterium verfügte, dass Stickstoff binden und verwerten kann.

Letztendlich scheint der Körper bei einer intakten Darmflora in der Lage zu sein, mit weniger mehr zu erzielen oder wahrscheinlich sogar, etwas aus unserem momentanen wissenschaftlichen Verständnis heraus Unmögliches zu leisten: Nämlich die Stoffe, die er benötigt, selbst zu produzieren.

Wow… anscheinend sind viele geschürte Ängste über Mangel nicht ursächlich betrachtet. Es heißt ja z.B. wir sind nicht in der Lage Vitamin C, Vitamin B 12 oder auch Aminosäuren (Proteine) selbst herzustellen.

Deswegen wären diese Stoffe essentiell, d.h. man sollte sie unbedingt essen.
Kann es sein, dass das nur bei einer zivilisationsbedingten nicht intakten oder sogar geschädigten Darmflora stimmt?

Wenn das Naturvolk in Neuguinea eine Lebensweise gefunden hat… warum suchen wir dann nicht nach Möglichkeiten? 

Was würde es für die Fleisch- und Soja-Industrie und auch für die Hungersnot auf der Welt bedeuten?

Wieso kennt eigentlich kein Mensch diese Forschungsergebnisse? Warum geht sowas nicht zeitgleich bei Entdeckung wie ein Börsenkurs durch die Nachrichten? Sollen wir etwa nochmal 20 Jahre forschen? Oder wie seit Veröffentlichung der Studie nochmal 46 Jahre warten?

Kritiker vermuten sogar, dass viele Richtwerte mehr der Industrie als der Gesundheit dienen.

Von daher kann man sich wiederum berechtigt die Frage stellen: Wie hat die Natur sich das gedacht? ….

Es bleibt spannend.

Also… es gibt wahrlich genügend Gründe eine möglichst naturnahe, frische, lebendige Kost zu empfehlen."

Wenn du in die Tiefe gehen und deine Ernährung optimieren möchtest empfehlen wir dir Christophs Ratgeber:

RATGEBER ZELLULÄRE ERNÄHRUNG - Zellulär sättigende Ernährung im digitalen Zeitalter

gesunde ernährung im alltag


Wir sind gespannt auf deine Rückmeldung und freuen uns über deinen Kommentar.

Mit erfüllten Grüßen

aus dem Vereinssekretariat


Leser dieses Beitrages haben auch die folgenden angesehen:

Ohne Freiheit geht nichts, ohne Freiheit braucht man über nichts nachzudenken

Sind Vitamine & Nahrungsergänzungmittel sinnvoll?

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>